Vom Wunsch in das Web zu schreiben …

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Die letzten Monate (Jahre?) verbringe ich nur wenig Zeit damit meinen Blog und auch meine Social Media Kanäle zu pflegen. Über letzteres bin ich nicht besonders traurig.

… in einem Blog.

Aber dieses Bloggen, das fehlt mir doch immer wieder. Schreiben für meinen eigenen kleinen Platz im Netz hat etwas für sich, das ich auf englisch „rewarding“ nennen würde. Aber mein Leben fern der Tastatur wurde umfangreicher. Ich habe nicht mehr genug Zeit, um regelmäßig nach (politischen) Themen zu suchen, über die ich schreiben könnte.

Lange Zeit war dies meine Herangehensweise an das Bloggen: ① bei Twitter, auf Nachrichtenseiten oder in anderen Blogs nach Themen suchen, die etwas mit Politik oder Verschlüsselung zu tun haben und ② mir dann überlegen was ich dazu schreiben könnte. Mit den Jahren änderten sich meine Themen und mein Interesse. Diese habe ich jedoch nicht auf diesen Blog übertragen und somit ist Plasisent immer mehr veraltet.

Zeit für mich, einen anderen Ansatz ans Bloggen zu verfolgen. Ein Ansatz an Blogs, den ich sehr schätze: Ein Blog widerspiegelt das Interesse des Bloggenden. Bei mir wäre das zur Zeit wohl: Kaffee und schwarzer Tee, Studieren, Gemeinde, Ehe, Jugendarbeit, Go (das Brettspiel), Emacs, Theologie, Produktivität, Veganismus und immer noch das Internet; vermutlich könnte mir mit der Zeit noch mehr einfallen.

Zeit auch, meinen eigenen Anspruch an dieses Blog zu hinterfragen. Warum mache ich das? Möchte ich mich als eine Marke etablieren? Welche Qualität und Länge erwarte ich von meinen Texten? Hier also ein Versuch dieses Jahr einfacheres Bloggen anzuspreben und Entwürfe statt Artikel zu veröffentlichen.

… nicht in einem Social Media.

Im Gegensatz zu einem Blog hat sich meine Einstellung gegenüber Social Media zum Negativen geändert. Inzwischen halte ich diese Angebote für Zeitverschwendung und erwarte keinen großen Nutzen von ihnen. Geprägt ist diese Meinung sicherlich von Fefe, der sich meist kritisch über die sozialen Dienste äußert. Zudem tragen Productivity-Podcasts mit dazu bei, dass ich meine Social Media Aktivitäten einschränken möchte.

Diese Einstellung steht noch unter einem anderen Einfluss: Das neue Buch Digital Minimalism von Cal Newport, beschreibt vermutlich einige Dinge, die ich an mir und in der Jugendgruppe meiner Gemeinde beobachten kann. Vermutlich – bisher habe ich das Buch nicht gelesen, aber in einem Interview im The Art of Manlines Podcast oder der GQ erzählte Cal Newport vieles, was ich zustimmen würde. Ich habe Lust ein digitaler Minimalist zu werden. Dazu vielleicht in einem anderen Text mehr. Immerhin wäre das ein Thema, das mich gerade ein wenig beschäftigt.