Liebster Award

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Sonntag Nachmittag. Ich klicke mich durch meinen Feedreader und lese die Überschrift Liebster Award – meine Nominierung im Blog von Rainer König. Über diesen Award, der einem Kettenbrief ähnelt, habe ich gelegentlich schon gelesen. Wie bei Rainer waren die meisten Artikel äußerst interessant, aber eines zeichnet Rainers Beitrag besonders aus: Er hat mich nominiert – unter anderen neben der großartigen Juna. Cool, vielen Dank! ☺ Dann will ich seine Fragen liebend gerne beantworten.

Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

Das Bedürfnis mich selbst in schriftlicher Form zu äußern kann ich bei mir schon lange beobachten. Als Kind wollte ich Bücher schreiben oder Zeitungen. Als ich das Word Wide Web kennen lernte, verschob sich dieses Bedürfnis in das neue Medium. Im Jahr 2012 habe ich dann ein paar PHP-Seiten angelegt und angefangen ins Internet zu schreiben. Allerdings wussten nur zwei oder drei Leute davon.

Einem größeren Publikum stellte ich mich im März 2014 mit Plasisent vor. Damals einer Aufforderung von Tante Jay folgend. Ich installierte WordPress und nahm mir vor, jeden Tag etwas zu schreiben. Ein Ziel, dass sich inzwischen auf wenigstens einmal pro Woche reduziert hat.

Hat Dein Blog ein Thema oder ist das wie bei mir ein Mix aus unterschiedlichen Themen?

Um diese Frage zu beantworten, zitiere ich aus meinem Artikel Selbstmitleid von Mitte September:

Interessante Themen gibt es genug.

Plasisent ist meine Kuschelecke im World Wide Web. Ich schreibe was mir auf dem Herzen liegt, ohne Ziel, ohne Vorgabe und ohne Strategie.

Was sind die Gründe die Dich motivieren einen Blogartikel zu schreiben?

Eine besondere Bitte, wie die von Rainer, gehört zu den Gründen. Sonst schreibe ich gerne über Themen, über die ich mir länger Gedanken gemacht habe; was lange in meinem Kopf umher kreist, muss irgendwann auch raus. Damit die alltäglichen Themen wieder höhere Priorität bekommen.

Gelegentlich motiviert mich auch einfach die Lust am Schreiben. Das motivierende Geräusch der schnellen Anschläge auf meiner Tastatur. Ein HTML-Dokument in Vim geöffnet. Ich finde das schön.

Welche Rolle haben Blogs nach Deiner Meinung in der Meinungsbildung bei anderen?

Ehrlich gesagt: Ich habe keine Ahnung. Vermutlich haben Blogs eine untergeordnete Rolle in der Meinungsbildung. Wichtiger sind die Überschriften und Einleitungstexte von Nachrichtenseiten; die auf Facebook (und Twitter und Whatsapp) geteilt werden. Meiner Meinung nach ein Problem des schnellen Webs. Möglicherweiße haben Blogs in einigen Branchen und Altersgruppen mehr Einfluss bei der Meinungsbildung. Viele lesen Blogs, meiner Vermutung nach, eher zur Meinungsfestigung, als Quelle der Inspiration und um auf dem Laufenden zu bleiben.

Ist Dein Blog eher eine Einbahnstraße oder passieren auch Diskussionen in den Kommentaren?

Mein Blog gleicht einer Einbahnstraße. Kommentare gibt es nicht. Dort können folglich auch keine Diskussionen stattfinden. Ich erhalte auch nur selten Feedback zu meinen Veröffentlichungen; am ehesten bei Twitter und circa 7 Monate später im persönlichem Gespräch.

TODO: Vielleicht sollte ich doch nochmal über eine Art Kommentarfunktion im Blog nachdenken. Was denkst du darüber? Schreib mir doch eine Mail! ;-)

Denkst Du, dass Blogs neutrale Berichterstattung machen sollen oder doch lieber Meinungen verbreiten sollen?

Das kommt ein bisschen darauf an, wer schreibt und mit welchem Ziel. Bei privaten Blogs gehe ich immer von Meinungen aus. Ich schreibe hier meine Meinung und mache keine Berichterstattung. Das ist bei mir okay und bei anderen auch. Die präsentierten Fakten sollten jedoch der Wahrheit entsprechen.

Journalisten, die Blogs als Publikationsmedium nutzen, sollten natürlich einen deutlich höheren Anspruch an ihre Recherche haben. Aber auch Correctiv, netzpolitk.org und die Nachdenkseiten haben meiner Einschätzung nach eine Meinung. Meiner Meinung nach ist das okay, solange sie transparent damit umgehen.

Wie sieht Dein Plan für die nähere Zukunft aus?

Das geht in die Richtung: Mach einen Plan für dein Leben. Werde dir endlich bewusst, was du aus deinem Leben machen willst. Überlege dir ob, was und wo du arbeiten oder studieren willst. Lass dich nicht nur durchs Leben treiben; oder entscheide dich bewusst dafür und sei zufrieden damit.

Oder klarer formuliert: Ich habe keinen Plan und bin nicht glücklich darüber.

Bist Du eher risikofreudig was neue Unternehmungen angeht oder zurückhaltend?

Eher zurückhaltend; mit gelegentlichen Ach, was solls?-Gedanken.

Was siehst Du als die Verantworung der Menschheit an?

Beginnen wir kleiner, mit der Verantwortung jedes einzelnen Menschen: Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst! Die Bibel, Matthäus 22,39. Würden wir dieses Motto mehr und mehr beherzigen, ich bin mir sicher, unsere Welt sähe ganz anders aus.

Als Verantwortung der ganzen Menschheit sehe ich den Frieden. Frieden schaffen, wo Krieg herrscht. Frieden bewahren, wo wir ihn genießen dürfen. Desweiteren sollten für alle Menschen die gleichen Rechte gelten. Niemand sollte ausgenutzt oder versklavt werden. Dies zu ermöglichen, ist Teil unserer Verantwortung.

Wenn eine Fee Dich nach drei Wünschen fragen würde, welche wären das?

Ich würde sagen härtere Bestrafungen für die Verletzung von Bewährungsauflagen. …und: Weltfrieden. Gracie Hart in Miss Undercover

Gnihihi… Ich liebe diese Szene. Hier sind drei meiner Wünsche:

  1. Ich wünsche mir, dass die moderne Sklaverei und Ausbeutung ein Ende hat.

  2. Ich wünsche mir, dass unser Wohlstand nicht auf dem Leid anderer beruht und dass wir ihn dankbar und demütig annehmen und ihn nicht überheblich horten.

  3. Ich wünsche mir, dass wir überschwänglich, in breiter Öffentlichkeit loben und langsam, liebevoll und in kleiner Runde kritisieren. (Siehe auch: Dealing With Words.)

Ich nominiere für den Liebster Award

Meine folgenden Fragen finde ich aber interessant genug, um sie von jedem gerne zu lesen, der sie beantworten möchte. Die ist die wohl traditionelle whoever-Nominierung.

Meine Fragen an euch

  1. Wenn dich jemand noch nicht kennt: Was ist dein Thema? Was beschäftigt dich am meisten? Wo bist du der beste Ansprechpartner?

  2. Was bedeutet dir dein Blog? Ist er Mittel zum Zweck oder bloggst du um des Bloggens willen?

  3. In welchem Medium schreibst du am liebsten (Blog, Twitter, Facebook, Chat,…)? Warum?

  4. Was bedeutet Musik für dein Leben?

  5. Wie lebst du Spiritualität?

  6. Welche drei Themen würdest du dir als Politiker zu deinen Lebenszielen machen?

  7. Welche Persönlichkeit aus der Vergangenheit schätzt du sehr und findest du vorbildlich? Warum?

  8. Was denkst du, wenn du Jesus hörst? Lebst du eine Beziehung zu ihm? Wenn nein: Warum nicht?

  9. Achtest du darauf freie Software einzusetzen? Warum oder warum nicht?

  10. Was zeichnet deinen Lebensstil aus?

Eure Antworten

In der Reihenfolge der Veröffentlichung.

  1. Ulf hat sehr schnell geantwortet, nach knapp drei Stunden. Lest seine schönen Antworten auf meine Fragen über Fragen.