Handwriting – Dezember Challenge

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Ja, ich weiß. Meine 30 Tage Herausforderungen sind seit ein bisschen eingeschlafen. Die coole Eigenschaft an diesem Konzept ist jedoch, dass diese Herausforderungen nur 30 Tage lang sind; über die Zeit zwischen den Herausforderungen wird keine Aussage getroffen.

In den letzten Wochen ist mir eine Fähigkeit aufgefallen, der ich mehr Zeit widmen könnte: meine Handschrift. Viele meiner Notizen schreibe ich mit Stift und Papier; und es werden immer mehr. Meine Schrift ist meist lesbar, gelegentlich ansehnlich und selten unsauber; sie ist nicht optimal. Diesen Dezember nehme ich mir vor, meine Handschrift zu trainieren – das Ziel: die Typografie meiner Handschriften zu verbessern.

Handschrift, eine Abgrenzung

Es geht mir nicht um eine Schönschrift. Kalligrafie, Lettering und ähnliche Methoden sind toll, aber für mich nicht praktisch. Verschiedene Anleitungen habe ich mir angeschaut und wünschte mir diese Techniken zu beherrschen. Allerdings suche ich kein weiteres Hobby, sondern einen Weg, meine Notizen ansprechender zu gestalten.

Ich gestalte keine Karten, Dekorationen oder Liebesbriefe. Ich notiere Mitschriften bei verschiedensten Anlässen. Meist schreibe ich nicht auf einer geeigneten Oberfläche, sondern auf meinem Oberschenkel. Im Sitzen oder Liegen; auf einem Biertisch, im Bett, auf dem Sofa oder dem Boden. Zudem möchte ich nicht mehr als ein Stift mit mir herumtragen.

Inhalte, womit ich mich beschäftigen möchte

Haltung

In zwei Anleitungen für bessere Handschriften habe ich einen ähnlichen Tipp gelesen: Schreibe mit dem Arm, nicht mit der Hand. (Vorsicht, diese Aussage ist stark verkürzt und vereinfacht.) Ausführlichere Beschreibungen gibt es bei Paper Penalia und im Bullet Journal Blog.

Variationen

Immer wieder wünsche ich mir, in meinen Aufschrieben Worte betonen oder hervorheben zu können. Digital ist das einfach, aber schnell eine schöne kursive Handschrift anzuwenden ist mir nicht gelungen. Deswegen möchte ich im Dezember mit ein paar Stilmitteln spielen, wie unterschiedlichen x-Höhen, den Abständen zwischen den Zeilen oder zwischen einzelnen Wörtern und Buchstaben. Natürlich macht es auch einen Unterschied, ob ich ausschließlich in Versalien schreibe oder nicht.

Sketchnotes

Auf dem Barcamp in Lübeck habe ich die Session Sketchnotes for Beginners besucht. Bisher habe ich mich nicht so richtig an diese Form der Notizen getraut und das aus zwei Gründen: ① Vertraue ich meinen grafischen Fertigkeiten nicht. ② Ich befürchte nicht alle für mich wichtigen Punkte in der gegebenen Zeit festhalten zu können. Beides Punkte, die bei Licht betrachtet nicht besonders haltbar sind. Ansich möchte ich diese Fähigkeit gerne erwerben. Wichtigter Leitgedanke von Mike Rohde dazu: Sketchnotes is about ideas and not art.

Schreibwerkzeug

Vor dem Beginn dieser Challenge habe ich mir einen Steckminen-Kugelschreiber aus FSC-zertifiziertem Holz gekauft. Der ist schön schlicht und schreibt bisher gut. Zusätzlich möchte ich im Laufe des Monats noch weitere Schreib-Utensilien austesten. Fineliner, Filzstifte, Holzstifte, Wachsmalstifte

Ausblick, mein Gefühl am Anfang

Ich freue mich darauf, diesen Monat einen großen Fokus auf meine Handschrift zu legen. Jedoch glaube ich, dass ich über die lange Pause verlernt habe, mir ordentliche Herausforderungen aufzuerlegen. Diese hier ist nicht besonders klar formuliert.