Resümee zum Barcamp Rhein-Neckar 2016

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Das Barcamp Rhein-Neckar (#bcrn16), ist mein erstes Barcamp. Mein letztes wird es nicht sein. Ich bin ziemlich begeistert von den vielen Menschen, die zum Gelingen dieses Barcamps beigetragen haben.

Allen voran gebührt dem Orga-Team des Barcamps ein herzliches Danke-Schön! Vielen Dank euch, dass ihr neben Familie und Beruf schon viele Monate plant, um den rechtlichen, örtlichen, finanziellen und organisatorischen Rahmen sicherzustellen. Das ist gewiss keine einfache Aufgabe, aber ihr habt sie grandios gemeistert. Um das Barcamp für alle Teilnehmenden kostenlos anbieten zu können, wurde das Orga-Team durch viele tolle Sponsoren unterstützt. Nathan bedankt sich bei den Sponsoren.

Die Sessions beim bcrn16

Ein tolles Orga-Team ist wichtig, für ein erfolgreiches Barcamp. Aber selbst das beste Team bringt kein gutes Barcamp zustande, wenn keine interessanten Sessions angeboten werden. Das Angebot konnte sich jedoch wirklich sehen lasen. Am Samstag hatte ich genug Zeit um fünf Sessions zu besuchen; interessiert hätten mich 14 Sessions.

Sessions am Samstag

Als sanften Einstieg wählte ich die Session zur besseren Wahrnehmung des eigenen Körpers. Im Grunde kannte ich die Atemübungen und das konzentrierte Hineinspüren in den eigenen Körper schon vom Gospel Art Studio, die Auffrischung war jedoch sehr angenehm. Etwas enttäuscht war ich dagegen von der darauf Session zum digitalen Büro. Hier wurde lediglich eine Lösung mit Evernote vorgestellt; das funktioniert bestimmt prima, ist aber wegen der amerikanischen Cloud etwas bedenklich.

Ganz abgesehen von meinen Bedenken zum Datenschutz, habe ich die Session auch nicht komplett verfolgen können. Während dieser Zeit hatte ich nämlich meine erste Schicht als Helfer – genannt „Engel“. Dieser Dienst hat mich am Sonntag auch leider davon abgehalten der Session des QuerDenkers zu lauschen. Der QuerDenker selbst, hat vermutlich die meisten Engel-Schichten übernommen.

Nach dem super leckeren und veganen Mittagessen, ging es weltverbesserisch weiter mit der Session von HDValentin: Was tun gegen Papp- und Plastikbecher? Einige Ideen und Gedanken aus der Diskussionsrunde hat Valentin gesammelt, ich bin gespannt, ob sich daraus noch etwas entwickelt.

Es folgte eine Session mit vielen kontroversen Thesen: Sind wir zu deutsch für Social Media? Der Parole Sharing is not Stealing stimme ich grundsätzlich zu, dennoch blieb bei mir hauptsächlich folgende Frage undiskutiert hängen: Ist das Teilen einzelner Links erstrebenswerte Kommunikation? Wollen wir den Link als Inhalt, oder lieber den Link als Bereicherer des Inhalt? Ich dachte an das, was ein iranischer Blogger schrieb, der wegen seinem Blog sechs Jahre im Gefägnis war: The Web We Have to Save.

Aus der letzten Session des Tages, ein Live-Review von Usability auf einer Internetseite, nehme ich mir insbesondere mit: Content-Slider sind böse! Einfach nicht verwenden.

Sessions am Sonntag

Die erste Session-Schicht verbrachte ich wieder als Unterstützer des fleißigen Orga-Teams. In der zweiten Schicht bot ich dann eine Session zu den text-level semantics in HTML an. Die war dann auch ganz okay; zumindest dafür, dass ich – auch auf Anregung von Nathan – in der vorherigen Nacht ein paar Folien zusammengeklickt habe.

Im Anschluss an das wieder sehr leckere Mittagessen, besuchte ich erneut eine Session von HDValentin, diesmal zum Thema Leichte Sprache. Gelernt habe ich wieder, dass leichte Sprache ziemlich herausfordernd, aber auch sehr wichtig ist. Ich möchte lernen, einige Ideen der leichten Sprache in meinen Texten zu verwenden. Bisher fällt es mir nicht leicht, kurze Sätze zu verwenden.

Als letzte Session vor der Abschlussveranstaltung, ließ ich mich in der hohen Kunst der Beleidigung unterweisen. Einige Punkte sind mir in dieser Session hängen geblieben. Ein tolles Opfer bist du, wenn du dich mit aller Kraft gegen die Beleidigung zu wehren versuchst. Wenn sie spürbar keine Bedeutung für dich hat, macht es am wenigsten Spaß dich zu beleidigen. Für den Alltag ist folgender Rat am sinnvollsten: Seid lieb zueinander. Aber wenn ihr beleidigt, dann bitte nur wenn es sinnvoll ist und kreativ.

Menschen auf dem bcrn16

Leider konnte die liebe Julia Schönborn aus gesundheitlichen Gründen nicht am Barcamp teilnehmen. Dennoch hatte ich das fantastische Vorrecht sie persönlich kennenlernen zu dürfen. Das war möglich, weil sie mich freundlicherweise während des Barcamps bei sich zu Haus aufgenommen hat. Herzlichen Dank! ♥ ☺

Während dem Barcamp selbst, habe ich noch eine ganze Menge anderer cooler Menschen kennengelernt. Besonders das lange Gespräch im Zug mit Aleksander habe ich sehr genossen. Und mehr tolle Menschen: Cosima, Victor, Valentin, Frederik und Sabrina; ich bin froh, sie getroffen zu haben!

Eindrücke von anderen

Und nach dem bcrn16?

Nach dem Barcamp ist vor dem Barcamp, auch wenn ich diese Phrase nicht verwenden mag. Hoffentlich gibt es ein Barcamp Rhein-Neckar 2017. Vorher könnte ich das Barcamp Hamburg besuchen. Mal sehen ☺