VDS: Vergleich mit Spurensicherung

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Die CSU verbreitet ihre Propaganda jetzt auch auf YouTube. Die bayerische Landtagsfraktion hat diese Woche einen „Erklärfilm“ zur menschenrechtsverletzenden Vorratsdatenspeicherung veröffentlicht.

Der Vergleich mit der Spurensicherung am Tatort, hinkt natürlich enorm. Er hinkt so sehr, dass ich mich manchmal frage, ob Befürworter der Überwachungsmaschinerie einfach zu doof sind um das zu verstehen oder es absichtlich ignoriert wird. Ich bin mir auch nicht sicher, was von beidem mir lieber wäre.

Bei einer Spurensicherung am Tatort ist bekannt, dass eine Straftat vorgefallen ist. Bei der Vorratsdatenspeicherung werden alle einfach pauschal alle Daten gespeichert. Daher kommt das Wort Vorrat in den Namen. Zudem wird durch eine Spurensicherung keine Straftat verhindert. Damit es einen Tatort gibt, an dem Spuren gesichert werden können, muss eine Straftat schon begangen worden sein. Und eine bereits durchgeführte Straftat kann nunmal nicht verhindert werden.

Vergleichen könnte man das mit Polizisten, die ständig hinter deinem Rücken stehen und von jedem Glas, Smartphone und anderem Gerät, das du berührst deine Fingerabdrücke nehmen. Und registrieren, wie lange du das Glas gehalten hast, wer mit dir getrunken hat, wie lange ihr gemeinsam getrunken habt und wo ihr Gemeinschaft hattet. Aber hei, immer hin weiß der Polizist nicht was du getrunken hast. Ist das nicht beruhigend?

Übrigens finden sich auch in diesem Video die Todschlag-Argumente der verfassungsfeindlichen Überwachungsfetischisten: Kinderpornographie, Drogenkriminalität und Terrorismus. Bullshit-Bingo vom Feinsten!