Obama, China und die Doppelmoral

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Barack Obama, Präsident des transatlantischen Schurkenstaats, der Mann der einen der gefährlichsten Geheimdienste der Welt verteidigt, findet es nicht gut, dass China ein Gesetz geplant hat, in dem Hintertüren in Software für Verschlüsselung gefordert werden.

Un-fass-bar! Ab jetzt warte ich auf eine Verlautbarung des Weißen Hauses, die erklärt, dass Barack Obama eigentlich ein genialer Satiriker ist, der seit 30 Jahren seine Pläne, die Welt als Präsident der USA hinters Licht zu führen, verfolgt. Ich kann mir dieses Phänomen anders nicht mehr logisch erklären.

Obama ist übrigens – wer hätte das gedacht? – auch überhaupt nicht begeistert von Verschlüsselung. Als sich der britische Premierminister David Cameron gegen Verschlüsselung aussprach, erhielt er Unterstützung von Barack Obama.

Und sobald man einen Schritt zurücktritt und sich die Aktionen der NSA anschaut, erkennt man wieder, dass Amerikas Regierung völlig gegen sichere Kommunikation ist. In einer kleinen Liste von Hintertüren der NSA ist der erste Eintrag von 1946. Bei Netzpolitik wurde vor zwei Jahren beschrieben, wie die westlichen Geheimdienste verschlüsselte Verbindungen umgehen und wie sie verbreitete Technologien unsicher machen.

Aber hei, wir dürfen das doch machen! Wir sind doch die Guten. Wir dürfen andere für Taten kritisieren, die harmloser als die unseren sind. Wir dürfen auch jahrelang Menschen foltern und andere Menschen ohne Prozess einfach so erdrohnenmorden. Wir sind das Weltgericht, ob es der Weltöffentlichkeit nun mal passt oder nicht.