Freie Software in Städten, Ländern und der EU

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Den heutigen „I ♥ Free Software Day“ möchte ich nutzen um ein Thema anzusprechen, das mir sehr wichtig. Freie Software in öffentlichen Einrichtungen. Das wird jetzt vermutlich eher eine weitere Linksammlung als ein schöner Artikel, aber zu mehr bin ich gerade nicht im Stande.


Die Grünen und die European Free Alliance (EFA) haben eine Studie zur Transparenz in der EU in Auftrag gegeben. In der PDF-Datei gibt es ab Seite 43 eine Zusammenfassung. Das lohnt sich.

Parliament should choose the systems and technologies that are the most open and the most accessible to the public.

Ironischerweise findet man diese Studie nur als PDF. Dabei schreiben sie in der Conclusion auch:

when Parliament decides to make a given set of data or information available to the public, this must be done through non-discriminatory, transparent and up-to-date means of communication, and in open formats that support such further analyses, uses and releases.

Gerade von PDF kann man das nicht unbedingt behaupten.


Zudem wird die EU Audits von freier Software finanzieren, die vom Parlament und er Kommission verwendet werden. Das ist sinnvoll. Es nützt nicht nur dem Parlament und der Kommission, sondern auch allen Bürgern der EU, die freie Software verwenden. Man stelle sich mal vor wie nützlich es gewesen wäre die Million Euro für Software-Lizenzen zu verschwenden.


In Portugal hat eine staatliche Forschungseinrichtung freie Software empfohlen. Als Fan freier Software liest sich das herrlich.


In deutschen Städten helfen immer mehr Menschen dabei, das die Software der Stadt frei wird. In Dortmund gibt es die Do-FOSS Bürgerinitiative, die erreichen möchte, dass in Dortmund freie Software eingesetzt wird. In München haben einige Bürger auf die Beschwerden der Stadträte über das Dokumentenverwaltungssystem reagiert und ein neues geschrieben, das in der Beta-Phase schon mehr kann als das alte.


Nicht nur in Deutschland tut sich etwas. In Europa erwägen immer mehr Städte auf freie Software umzusteigen. Zum Beispiel auch Athen und Arnhem. Sehr gut immer weiter so!


Aber wieder einmal ist unsere Regierung etwas langsamer. Wie netzpolitik.org schon oft angemerkt hat, ist die Digitale Agenda eher nicht gut gelungen. Im Dezember hat sich auch der stellvertretender Vorsitzender der „Open Source Business Alliance“ zur Förderung von freier Software durch die Bundesregierung gemeldet. Sie findet quasi nicht statt.