Ehe für alle

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Es gibt ja ein paar immer wiederkehrende Argumente gegen die Ehe für alle. Aber in meinen Augen gibt es kein Argument, das wirklich gegen eine Öffnung der Ehe spricht.

Christliche Werte

Der Klassiker. Der Christ in mir ist ebenfalls der Meinung, dass Homosexualität nicht Gottes Plan entspricht. Die Frage ist aber, was wir daraus machen. Versuchen wir anderen Menschen – oder besser gleich einer ganzen Gesellschaft – unsere Vorstellungen aufzuzwingen?

Ein toller, christlicher Physiker hat in seinem Blog den Artikel „Darkness at Noon“ geschrieben, der gar nichts mit dem Thema Homosexualität zu tun hat. In seinem Fazit, schreibt er aber einen Satz, der selbstverständlich sein sollte. Dennoch tun wir Christen uns oft schwer damit. (Hervorhebung von mir.)

A demand by skeptics that events should be believed in only if they are mentioned by nonbiblical sources, is just as unreasonable as when Christians expect those not yet converted to Christianity to accept things just because they are in the Bible.

Es ist unverschämt von Christen, zu erwarten, dass Menschen, die keine Christen sind, Dinge akzeptieren, nur weil sie in der Bibel stehen.

Unter diesen Voraussetzungen, sollten wir Christen uns überlegen, was uns für die Gesellschaft, in der wir leben, wichtiger ist. Sind wir eher dafür gleichgeschlechtliche Liebe weiter als minderwertig zu behandeln, oder wollen wir lieber dafür kämpfen, dass jede Art der Liebe – die niemandem schadet – in der Gesellschaft als gleichwertig akzeptiert wird?

Nicht nur ich habe meine Wahl getroffen.

Amerikanische Katholiken sehen sich übrigens als Opfer der geöffneten Ehe und haben deswegen ein unglaublich peinliches Video gemacht. Das Video finde ich so … schlimm, dass ich es nur einmal anschauen konnte; ein zweites Mal klappt einfach nicht. Echt jetzt.

Schutz der Familie

Zuletzt habe ich den Ruf nach der Schutz der Familie und der Ehe als Ort in der Kinder aufwachsen sollen im Brief der Abgeordneten der CDU Berlin gelesen. Also eigentlich gehört. KWiNK hat diese Schreiben in einem sehenswerten YouTube Video auseinandergenommen.

Eine andere YouTuberin und Bloggerin könnte sich wohl stundenlang über die Phrase „Familien sind in Gefahr“ und müssten geschützt werden auslassen. Wenn man sich die Situation vieler Familien anschaut, wie sie es getan hat, kommt einem dieses Argument vor wie zynischer Hohn.

Ich würde mir eine Normalisierung der Homosexualität wünschen

Am Ende möchte ich eigentlich nur einen Satz zitieren, der mir aus der Seele spricht:

Ich würde es begrüßen, wenn der Umstand, dass jemand sich eher in gleichgeschlechtliche Partner verliebt […], nicht mehr Aufregung und sozialen Druck erzeugen würde, wie der Umstand dass jemand natürlich rote Haare hat.

Zitiert aus „Ich würde mir eine Normalisierung der Homosexualität wünschen“.