Die Website der ALFA-Partei

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Am Sonntag, den 19. Juli, hat Bernd Lucke eine neue Partei gegründet, nachdem er aus seiner, im Jahr 2013 neugegründeten Partei, raus gemobbt wurde. Die Website der „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (ALFA) habe ich mir natürlich gleich angesehen und eine Punkte sind mir negativ ins Auge gesprungen.

  1. Die Website ist nur unverschlüsselt (HTTP statt HTTPS) erreichbar. Gerade bei größeren „offiziellen“ Organisationen, die ernstgenommen werden möchten, erwarte ich, dass diese Seiten von Administratoren betreut werden, die HTTPS-Verschlüsselung einrichten können und das dementsprechend tun.

  2. Nahezu alle Texte auf der Website sind zentriert. Dazu möchte ich das Kapitel „Centered Text“ aus Butterbricks Practical Typography empfehlen. Ein Auszug:

    It’s boring—use sparingly

    Ein weiterer Auszug:

    Whole paragraphs should never be centered.

  3. Die ALFA schreibt auf der Homepage über einige „Werte, die in unserer politischen Kultur verloren zu gehen drohen“. Die Texte sind in einem hellen Grau verfasst, so dass man sich beim Lesen fast die Augen verletzt. Es wirkt beinahe so, als sollte das nicht gelesen werden, als soll etwas in dem Text versteckt werden.

Es gibt bereits eine archivierte Version der Internetseite der ALFA.

Nun soll man eine Partei nicht nach ihrer Internetseite beurteilen. Gerade wenn die Partei nur zwei Tage alt ist und die Website hingeklatscht wurde, damit man direkt nach der Gründung eben was vorzuweisen hat. Aber man sollte der Partei auf jeden Fall auf die Finger schauen. Die letzte von Bernd Lucke gegündete Partei verwandelte sich in eine Unterkunft flüchtiger Nazis, die Asyl unter dem Deckmantel einer EU-kritschen Partei suchten.