AfD verursacht Sorge um Freund

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Wie sehr man sich wegen einer Person Sorgen machen kann, zu der man erst seit knapp zwei Monaten und fast nur auf Twitter Kontakt hat, habe ich letzten Samstag erfahren. Nathan (@zeitschlag) war auf einer Veranstaltung der „Alternative“ für Deutschland und hat sich eine ziemlich lange Rede von Beatrix von Storch angehört.

Während dieser Veranstaltung hat er durchgehend getwittert und einige Zitate aus der Rede verbreitet, die nicht nur ich bescheuert finde. Nachlesen kann man vieles gesagte in einem Protokoll, dass er am Tag danach anhand seiner Aufnahmen (Teil 1 und Teil 2) angefertigt hat.

Der Titel Analsex für Dummies ist übrigens nicht nur eine witzigere Version für das Acronym „AfD“. Nathan wurde gegen Ende des Events von Fans der EU-Abgeordneten aufgefordert Analsex vorzuführen (nachzulesen im Protokoll am Ende der 23. Seite). Der Auslöser war eine Frage nach den negativen Auswirkungen, die Beatrix von Storch vom Sexualkundeunterricht befürchtet.

Nach seinen Fragen, war Nathan wohl die unbeliebteste Person in diesem Saal. Es folgten noch weitere eher beunruhigende Tweets.

Zum Beispiel dieser:

Und es ist nicht angenehm, von 120 erwachsenen, wütenden Menschen angebrüllt zu werden.

Und dieser:

Ich bin irgendwie froh, wenn ich daheim bin

Nach diesen beiden Lebenszeichen, gab es eine halbstündige Funkstille. Dies war die Pause, in der ich mir wirklich große Sorgen um einen – sorry, Nathan – „Fremden“ gemacht habe und kurz davor war die Polizei zu informieren (ehrlich!). Dann schrieb er rechtzeitig, dass er sich nur auf dem Heimweg befindet und vergessen hatte Bescheid zu twittern … An diesem Abend hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass an einem Tweet über Freundschaften tatsächlich etwas dran ist.

Facebook ist für Freunde, die sich fremd geworden sind. Twitter ist für Fremde, die Freunde geworden sind.

Diese Geschichte ist für mich ein weiter Grund, die Finger von der AfD zu lassen und ich bitte auch dich, die AfD nicht zu unterstützen!