Abstimmung zu Olympia 2024 in Hamburg

Am bei Plasisent veröffentlicht.

In ganz Hamburg hängen Plakate, die auf das Referendum zur Olympia-Bewerbung für 2024 aufmerksam machen. Das Blog Mit Vergnügen Hamburg weist darauf hin, wie uns die pro-Olympia Plakate belügen. Die vom Design in meinen Augen weniger ansprechenden Plakate bitten uns indes, gegen eine Bewerbung Hamburgs für die Spiele 2024 zu stimmen.

Doch nicht nur die vielen Plakate, auch der Inhalt im eigenen Briefkasten, erinnert an die wichtige Entscheidung, die uns Bürgern in Hamburg überlassen wird. Es geht um eine enorme Summe, die aus Steuermitteln bezahlt werden soll. Nach Abzug der erwarteten Einnahmen, müssten 7.400.000.000 Euro von Steuern bezahlt werden. Dabei handelt es sich hier nur um die geschätzten Kosten.

Aber die offensichtliche Geldverschwendung ist nicht der einzige Grund, der gegen Olympia in Hamburg spricht.

Wunschzettel mit 7000 Seiten

Die Forderungen des International Olympic Committee (IOC) sind nicht gerade bescheiden. Und der Verein, mit Sitz in der Schweiz, lässt sich die Erfüllung seiner Wünsche in Verträgen mit über 7000 Seiten von der Stadt zusichern. Unter anderem auf der Wunschliste sind die „Olympic Lanes“ – rund 20 Kilometer Sonderfahrstreifen für einen reibungslosen Ablauf der Spiele.

Um einen Anschlag – wie in Paris – zu verhindern, wurden in London tausende Soldaten vor den Spielstätten postiert. Raketen in Wohnsiedlungen, die Marine in der Themse; The Guardian spricht von dem größten Millitäraufgebot seit dem zweiten Weltkrieg. Hier in Hamburg erwarte ich vor, während und nach den olympischen Spielen ein gewaltiges Gefahrengebiet.

Selbst ohne diese Aufweichung des Grundgesetzes, können wir einen Eingriff in die Grundrechte erwarten. Laut einem Statement von Olympia-Gegnern, fordert das IOC eine lückenlose Videoüberwachung in den Straßen der ausrichtenden Stadt. Ein Zustand, der Begehrlichkeiten wecken wird. Ich zweifle daran, dass die Überwachungs Sicherheitsmaßnahmen nach den Olympischen Spielen wieder aufgegeben würden.

Zusammenhanglose Anmerkungen

Nutze deine Stimme!

Zum Schluss folgt ein Zitat von Holger Köpkes Blogpost über die Olympischen Spiele 2024 in Hamburg. Seinem Ruf zur Abstimmung schließe ich mich an. Ganz gleich ob du für oder gegen Olympia bist, die Entscheidung ist zu wichtig, als dass du deine Stimme verfallen lassen kannst. Stimme ab!

„Jedes Bürgerrecht impliziert eine Bürgerpflicht“. Wer also die Möglichkeit seine Meinung kund zu tun, sollte von dieser Mitwirkungsmöglichkeit auch Gebrauch machen. Also Hamburger: Stimmt ab!