Zu viel Schei?e zur Zeit

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Kennst du dieses Gefühl der Überforderung, wenn es ganz viel zu tun gäbe, du dich aber nicht dazu aufraffen zu kannst bei einem Punkt zu beginnen? Bestimmt. Zur Zeit geht es mir in diesem Blog so; in den letzten Tagen habe ich von so viel Scheiße gelesen, dass ich gar nicht weiß, worüber ich mich zuerst aufregen soll.

Da wäre zum Beispiel das Problem mit unseren Politikern, die sich wohl alle nicht so gut mit dem Internet auskennen. Dafür scheinen sie genug Lobbyisten zu kennen, die ihnen „super“ Tipps geben. Das hilft zwar nicht der Netzneutralität, aber vielleicht einem kleinen Teil der Wirtschaft. Gegen diese Entscheidung der Ahn­ungs­losigkeit gibt es eine Petition von Markus Beckedahl. Diese wurde auch schon von sehr vielen Menschen unterschrieben, aber so wie ich unsere Regierung kenne, wird dazu im besten Fall ein „wir nehmen die Sorgen der Bürger ernst und bekennen uns zur Netzneutralität“ kommen.

Nebenher diskutieren einige Ministerien über eine neue Form der Vorratsdatenspeicherung. Diese wurde zwar von Europäischen Gerichtshof für unzulässig erklärt, aber das hindert doch keine deutschen Politiker daran, noch mehr Überwachung zu fordern.

Nach diesen Luxus Problemen gibt es auch noch viel schwer­wiegendere Ungerechtigkeiten. Begeben wir uns dazu einmal zu den transatlantischen Freunden unserer Regierung. Dort gibt es immer noch viele Polizisten, die viel zu schnell zur Waffe greifen oder Menschen mit dunklerer Haut auf andere Art und Weise töten. Das ist wirklich schon schlimm genug. Aber in den meisten Fällen dieser Morde werden sie nicht einmal angeklagt.

Und es kommt noch besser. Völlig überraschend stellt sich heraus, dass selbst die gekürzte und zensierte Version des Folter­berichtes eben dieser Freunde unserer Regierung, schlimmer ist, als man es sich vorstellen könnte. Es wurde damit gedroht Familien­angehörige der Gefangenen zu vergewaltigen und die Opfer der CIA wurden mehrere Tage lang in eiskalten Räumen zum Stehen gezwungen. Das ist grausam und hat nichts, über­haupt nichts mit einem Rechtsstaat am zu tun.

Nachtrag: Gestern habe ich mich zwar über einen Teil ausgelassen, der mich ankotzt, aber ein wirkliches deutsches Problem habe ich ausgelassen. Diese ganzen pegida und hogesa Nasen sollen in meinem Blog natürlich nicht zu kurz kommen. Warum um alles in der Welt ist man so verbittert gegen Menschen, die man überhaupt nicht kennt. Nein, viel schlimmer. Verbittert gegen die Menschen, weil man sie und ihre Kultur nicht kennt. Das macht mich fertig. Zudem beschweren sich auch immer mehr Menschen wegen den armen Personen, die ihre Heimat wegen Kriegen (die wir Deutschen vermutlich finanzieren) verlassen mussten. „Ja die haben ihre Heimat verloren – traurig – aber müssen die uns deswegen unsere nehmen?“ Ich könnte kotzen. Am liebsten würde ich solche Sätze in Serdar Somuncus Art niederschreien: „HALT DIE FRESSE!“ Leider bin ich dafür zu schüchtern. Andere haben da weniger Probleme ihre Abneigung gegenüber anderen Menschen auszudrücken. In Hannover hat ein Flüchtlingslager gebrannt; über 200 Leser von Bild.de finden das zum Lachen. Ich möchte heulen. (Ende des Nachtrags vom 2014-12-12.)


Okay, dieses raus rotzen hat ziemlich gut getan. Weder die Recht­schreibung noch die Informationen in diesem Beitrag, habe ich überprüft, aber ich glaube, dass sie stimmen ☺. Es ging mir nur darum mir den Frust von der Seele zu schreiben. Vielleicht gehe ich das ein oder andere Thema noch einmal genauer an.