WhatsApp mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Gestern hat Open WhisperSystems, die zum Beispiel den ver­schlüs­sel­ten Instant Messenger TextSecure entwickeln, verkündet vor einem halben Jahr eine Kooperation mit WhatsApp begonnen zu haben. Ziel dieser Kooperation war es, das Verschlüsselungs­ver­fahren, das auch schon bei TextSecure verwendet wird, in WhatsApp zu integrieren und damit eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für WhatsApp Nachrichten zu ermöglichen.

Zu dieser Meldung schrieb Fefe, dass WhatsApp wegen den Servern in den USA und der Verbindung zu Facebook immer noch durchfällt. Das ist bei einer echten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwar nicht besonders schlimm, weil die Nachrichten nur für den Empfänger lesbar sind, aber es bleiben dann natürlich immer noch die Daten­schutzbedenken. Zum einen werden die Kontakte an die Server übermittelt und zum anderen fallen für die Übertragung der Mit­teilungen auch Metadaten an.

Ein bisschen irritierend finde ich auch, dass ich bisher nichts von WhatsApp selbst dazu gesehen habe. Nun gut, ich hatte bisher noch keine Berührungspunkte zu WhatsApp und auf deren Facebook Seite kann ich nicht zugreifen, aber es stimmt mich dennoch nachdenklich.

Für mich gibt es noch einen Grund, der mich von WhatsApp zurück­schrecken lässt: niemand kann prüfen was WhatsApp wirklich tut. Der Quelltext des Chatprogramms ist nicht Open Source und damit kann auch nicht verifiziert werden, dass die Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­selung sicher implementiert ist.

Dennoch ist es positiv, wenn eine so umfangreich genutzte Software wie WhatsApp in einer neueren Version alle Nachrichten ver­schlüs­selt. Hoffentlich bleiben sie nicht die einzigen die auf diesen Zug auf springen und hoffentlich bleibt es nicht der letzte Beitrag von WhatsApp zu einem sicheren und freiem Internet.