Wer hat die Macht in Deutschland?

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Am Ende der Realschule strebte ich für einige Zeit eine Ausbildung als Polizist an. Zum Glück habe ich diesen Gedanken bald an den Nagel gehängt. Allerdings war ich bei einem Vortrag in der Agentur für Arbeit. Dort erzählte ein Polizist von der Aufnahmeprüfung und gab den Tipp, dass man bei der Frage wer die Macht in Deutschland hat unbedingt „das Volk“ sagen sollte.

Aber ist das auch wirklich die Wahrheit? Internationale Verträge, wie das Transatlantisches Freihandelsabkommen, die auch das Volk etwas angehen, werden im Geheimen hinter verschlossenen Türen verhandelt. Die Bürger werden abgehört und damit unter Generalverdacht gestellt. Und Menschen, die diese Missstände aufdecken und veröffentlichen, müssen sich verstecken, weil ihnen sonst lange Haftstrafen und vermutlich auch Schlimmeres drohen.

Das Beispiel Edward Snowden zeigt, dass Whistleblower zu wenig Schutz vor politischer Verfolgung erfahren. In Russland wurde ihm nur unter der Auflage, den USA nicht weiter zu schaden, für einen begrenzten Zeitraum Asyl gewährt. In vielen Ländern der EU, hat Snowden auch keine Chance auf Asyl. Wollen wir so mit Menschen umgehen, die für die Demokratie kämpfen und dafür, dass das Volk weiterhin die stärkste Macht ist.

Whistleblower sind wichtig für die Demokratie, da sie Informationen an die Bürger weitergeben. Wenn wir nicht wissen, was die Regierungen machen, können die sich alles erlauben. Selbst wenn wir Fragen stellen können bedeutet das nicht, dass diese Fragen beantwortet werden. Wir wissen auch nicht, nach was wir fragen sollen. Wir brauchen also Whistleblower, um erst eine Vorstellung davon zu bekommen, was wir erfahren könnten.

Damit es auch weiterhin Whistleblower gibt, sollten sie geschützt werden. Ich bin dafür, dass diese mutigen Menschen, die für ein größeres Wohl ihre eigene Sicherheit aufgeben, in Deutschland Asyl bekommen. Es ist Zeit, dass die Menschen, die dem Volk die Macht wiedergeben, geschützt werden.