Fassungslos wegen Tatenlosigkeit

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Auch wenn wir das alles schon mehrmals gehört, gelesen oder gedacht haben; was in unserer Regierung bezüglich des Über­wachungsangriffes abgeht ist furchtbar.

Noch einmal von vorne. Eine einzelne Person stellt der Welt­gemeinschaft mehrere Millionen Dokumente zur Verfügung, die den vermutlich größten Vertrauensbruch in der Geschichte der Menschheit dokumentieren.

Es kommt ans Licht, dass fünf fanatische Vertrauensbrecher die Freiheit des Internets missbrauchen um ihre kranke Über­wach­ungs­sucht zu stillen. Auch wenn sie immer wieder vorgeben, dass es ihnen um die Sicherheit geht, gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass sie sich eben nicht grundsätzlich für die Sicherheit interessieren. (Ein Beispiel dafür ist der Heartbleed-Bug.)

Obwohl es immer wieder abgestritten wurde, dass einer dieser Verbrecher Staaten unsere Kanzlerin abgehört hat, wurde das Handy derselben mehrere Jahre belauscht. Und als der ertappte Lügner damit konfrontiert wurde, stand dieser nicht zu seiner äußerst dreisten Lüge, sondern verkündete, dass die Kanzlerin weder abgehört wird noch in Zukunft abgehört werden soll. Was aber nichts über die Vergangenheit und nichts über mögliche Nachfolger aussagt.

Trotz all dieser Ungerechtigkeiten und Menschenrechts­ver­letzungen pocht unsere Regierung immer noch auf die guten Beziehungen zu eben jenem Schurkenstaat. Obwohl wir betrogen, belogen und (digital) entblößt wurden wollen unsere gewählten Vertreter diesen Kriminellen den Arsch retten, indem sie die Menschen, die diese Perversion untersuchen sollen, behindern und ihnen Steine in den Weg legen.

So viel Falschheit finde ich unglaublich abstoßend und es lässt mich ver­zweifeln. Vor allem, da es viele betroffene nicht wirklich interessiert. Traurig.