Erweiterung der Zensur in Großbritannien

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Großbritannien scheint die Zensur weiter auszubauen. Im letzten Jahr wurde bekannt, dass pornografische Inhalte zum Schutz der Jugend standardmäßig aus dem Internet gefiltert werden sollen. Inzwischen werden aber nicht nur Pornos, sondern auch fun­da­mentalistische Inhalte von Religionen zensiert.

Nun finde ich weder Pornografie noch Aufrufe zum Töten anderer Menschen im Namen Gottes wirklich gut. Zensur ist aber der fal­sche Weg. Das erkennt man schon daran, dass diese Funk­ti­ona­lität ursprünglich nur für Pornos verwendet werden sollte. Jetzt wird das Anwendungsgebiet ausgeweitet. Heute auf fundamentaliste Inhalte; morgen auf Internetseiten über Waffen; übermorgen auf Inhalte, die nicht die Meinung der Regierung wie­derspiegeln?

Die Technik ist vorhanden und sie wird genutzt. Und das nicht in einer Diktatur, sondern in Europa. Genauer gesagt in der EU. Das kann also auch hier passieren. Deutschland hat das mit der Filter­ung von Kinderpornografie auch schon versucht.

Ganz ausgereift ist die Technik übrigens nicht. Laut einigen Berichten, wurden nach der Einführung des Filters auch viele Seiten gefiltert, die nicht pornografisch waren. Zum Beispiel Aufklärungsseiten oder die Internetseiten von Beratungsstätten für Opfer von sexueller Gewalt.

Dazu kommt noch die Türkei, wo Erdogan scheinbar plant Face­book und YouTube zu sperren. Vermutlich wird es nicht bei diesen beiden Angeboten bleiben. Dieses Land will in die EU, bitte Poli­ti­ker wo bleibt eure Empörung?