Die Argumente der Überwachungsfetischisten

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Manchmal frage ich mich, ob die Verteidiger der Über­wachung durch den Staat ihre Argumente wirklich selbst glauben. Denn ich bin mir nicht ganz sicher, wie man auf diesen Gedanken kommt, der von netzpolitik.org von einer Diskussion im britischen Par­la­ment zitiert wird.

Without those capabilities, we run the risk that murderers will not be caught, terrorist plots will go undetected, drug traffickers will go unchallenged, child abusers will not be stopped, and slave drivers will continue their appalling trade in human beings.

Einerseits denke ich, dass kein Mensch diese Argumente wirklich vertreten kann. Andererseits traue ich es auch den ganzen Macht­habenden Parteien nicht zu, dass sie ihre Bürger komplett ma­ni­pu­lieren (und nichts anderes ist das für mich). Dieser eine Satz von Theresa May ist so formuliert, dass niemand, der sich mit dem Thema nicht genauer auseinandersetzt, etwas dagegen sagen würde. Wer will schon gegen Maßnahmen sein, die Kinderschänder oder Sklaventreiber überführen?

Auffällig ist, dass diese Freiheitseinschränker nie von den nor­ma­len Bürgern reden, die natürlich auch überwacht werden. Nein, es geht immer nur um die Bösen. Jeder der es wagt seine Stimme gegen die Methoden, wie diese Verbrecher bekämpft und über­führt werden sollen, zu erheben, der ist doch genauso ein Mörder und will nur nicht, dass er erwischt wird.Vielleicht sollten unsere Politiker auch mal daran denken, dass ein richtiges Ziel nicht die falschen Mittel heiligt.