Blog von Micha Rosenbaum

Herzlich Willkommen auf meiner Blogwiese. Schau dich ruhig um, mach’s dir bequem, nehm’ dir einen Kaffee. Bei Plasisent spreche ich ein paar Themen an, die mir wichtig sind. Ich schreibe zum Beispiel über das Web, Überwachung, Politik und Gesellschaft. Was mich aktuell so beschäftigt erkennst du direkt an der nächsten Überschrift.

Micha Rosenbaum
grüßt freundlich.

Plasisent: Blog-Design weiter reduziert #minimalismus

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Auf eine gewisse Weise bin ich oft nicht ganz zufrieden mit meinem Blog. Oft verdränge ich diese Gefühle, manchmal schreibe ich darüber (siehe »Selbstmitleid« oder »Blogware – die andere Wiese ist immer grüner«). Und ab und zu verhelfen sie mir zu Produktivität. Heute war so ein Abend, an dem ich viel an Plasisent geschraubt habe. Ein paar Änderungen erkläre ich hier.

Als ich dieses Blog startete, wollte ich täglich schreiben. Später schrieb ich zumindest ein paar Artikel pro Woche. Aktuell schreibe ich nur noch wenige Beiträge im Monat. Deswegen entferne ich die Links zu den wöchentlichen Archiven. Sie sind mit meist nur einem Beitrag pro Woche uninteressant geworden.

Einige Zeit hatte ich unter jeder Seite einen Text »Über Plasisent«. Diesen habe ich entfernt. Er ist nicht wirklich aussagekräftig und verbraucht nur Platz.

Das ist nicht die einzige Änderung die ich unten rum vorgenommen habe. Dieser <footer>-Bereich war lange Zeit zu den Seiten eingedrückt, dafür nicht nach oben abgetrennt. Das habe ich jetzt geändert, mit einem größeren Abstand zum eigentlichen Inhalt und einem Rahmen nach oben. Außerdem ist die Breite an die der restlichen Seite angepasst.

Bezüglich der Breite der Seiten: Dem Besucher mit größerem Bildschirm wird auffallen, dass nicht mehr die komplette Seite in ihrer Breite begrenzt ist. Nur noch die Texte werden ab einer bestimmten Breite umgebrochen. Beiträge mit Bildern, wie mein Rückblick auf das Barcamp in Lübeck, profitieren von dieser Änderung.

Gefällt dir die angepasste Optik? Oder ist dir das egal, weil du nur im Feedreader oder mobil liest?

Unix calendar für regelmäßige Erinnerungen

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Vor kurzen beteiligte ich mich an einer Unterhaltung über Getting Things Done im Blog von Juna. Dort schrieb Rainer, dass er sich trotz 2-Minuten-Regel einige kleine Aufgaben in den Kalendar einträgt, weil sie immer wieder zu erledigen sind.

Guter Punkt. Und für mich eine Möglichkeit, den UNIX Calendar produktiv zu nutzen. Zum Beispiel kann ich folgendes in eine einfache Text-Datei schreiben:

10 *	Papier-Tonne leeren?
25 *	Papier-Tonne leeren?

Sun	GTD: Weekly Review

TueSecond	Oma anrufen

29 Feb	Winston Geburtstag, 1984

calendar erinnert mich dann immer am 10. und am 25. eines Monats an die Papier-Tonne, jeden Sonntag an das Weekly Review von GTD, jeden zweiten Dienstag im Monat daran meine Oma anzurufen und immer am 29. Februar an den Geburtstag.

Eine tolle Ergänzung zu meinen Skripten, die mir meine Aufgaben in eine Kalender-Datei umwandeln. Es macht Spaß GTD mit Linux und Bash im Terminal umzusetzen.

Barcamp Lübeck 2016

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Den Rückblick auf das Barcamp Hamburg 2016 habe ich zum Teil auf dem Barcamp in Lübeck geschrieben. Auf dem bchl16 war ich nur am Samstag Gast und bin noch einen Rückblick schuldig. Das Orga-Team des ersten Barcamps in Lübeck hat tolle Arbeit geleistet. Herzlichen Dank euch!

Das Orga-Team steht um ein Redner-Pult herum und jubelt.
Orga-Team: jeder der uns fotografiert muss das twittern. Gesagt, getan!

bchl16-Sessions

Im ersten Session-Slot sprach mich die 20 Jahre Internet Session von Martin Thielecke am ehesten an. Diesen Vortrag habe ich schon zwei Wochen vorher auf dem Barcamp in Hamburg gesehen. Aber durch das neue Publikum, bekam er einen anderen Schwerpunkt.

Mit John Heaven begab ich mich zur zweiten Session von mthie, einer Einführung in Go (Programmiersprache). Eigentlich habe ich nur wegen dieser Session das Barcamp besucht und es war sehr interessant mich mit anderen Entwicklern über Go zu unterhalten. Martin, vielen Dank dafür! Eventuell gibt es beim Devcamp Hamburg 2017 noch einmal Gelegenheit dazu.

Nach dem leckeren Mittagessen besuchte ich eine weitere Einführung: Sketchnotes for Beginners. Es hat viel Spaß gemacht unter der Anleitung von Susanne Speer die Grundprinzipien von Sketchnotes zu entdecken. Wichtige Regel für mich: Es geht um Ideen, nicht um Schönheit.

Direkt darauf folgte der Zeit-Slot, in dem ich meine Session Ich bin Christ. AMA angeboten habe. Leider hatte wohl niemand Fragen; oder die anderen Sessions waren viel interessanter. Jedenfalls blieb ich alleine in meinem Raum.

20 leere Stühle in einem Halbkreis.
Während der Sketchnote-Einführung waren alle Stühle belegt.

Zum Abschluss habe ich mich mit einem Haufen sehender Menschen versammelt. Die Session trug den Titel: Gamification für blinde und sehbehinderte Menschen. Wir diskutierten in unserem spannenden Gespräch über die Frage, ob Belohnungen in Spielen mit Gerüchen oder Geräuschen umgesetzt werden könnten. Und wenn ja, auf welche Weise. Für mich blieb am Ende die Frage hängen: Wie programmieren blinde Entwickler?

Eindrücke von anderen

Jeder erlebt ein anderes Barcamp, weil (meistens) jeder einen anderen Session-Mix besucht. Um einen besseren Eindruck vom ersten Barcamp in Lübeck zu erhalten, empfehle ich dir, weitere Bilder und Berichte vom bchl16 anzuschauen.

Sponsoren

Ohne Unterstützung ist ein Barcamp nicht zu schaffen. Dank gebührt deswegen allen Sponsoren des Barcamps in Lübeck. Insbesondere den Gold-Sponsoren, die das Barcamp mit mindestens 1000€ unterstützten.

Silber-Sponsoren

Bronze-Sponsoren

Fablab Lübeck, Technikzentrum Lübeck, webwiser.de, Volksbank Lübeck, Brauberger, Brandwatch

Jahresputz bei Plasisent

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2016 neigt sich dem Ende zu. Einige angefangene Texte liegen noch unveröffentlicht auf der Platte. Zeit für einen Jahresputz. Manches kann in den Papierkorb, anderes möchte ich nicht komplett rauswerfen. Deswegen stelle ich heute ein paar Texte ins Netz, die ich im Laufe des Jahres nicht als Artikel veröffentlicht habe. Feedreader: individuell programmierbar, AfD versus „linkes“ Theater, Männerbild, Du bist Gold wert. Eben nicht!

Lesenswert zu diesem Thema finde ich den Gedanken-Anstoß von Jeremy Keith: A blog post in draft tends to stay in draft. Jetzt sind zumindest ein paar meiner Entwürfe ausgemistet.

Politische Diskussionen an Weihnachten

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Eigentlich feiern wir an Weihnachten die Geburt von Gottes Sohn, dem Friede-Fürsten wie er in Jesaja genannt wird. Leider ist das mit dem Frieden auf Erden eher noch Hoffnung als Realität. Auch deswegen wird es bei vielen Familien-Feiern oder Treffen unter alten Freunden zu politischen Diskussionen kommen.

Es ist wichtig, dass wir uns diesen Diskussionen stellen, denn 2017 wird sich maßgeblich entscheiden, in welcher Welt wir künftig zusammenleben wollen, schreibt Jan Rode in seinem Appell You only have 1 job this Christmas (PDF). Er gibt eine handvoll Tipps, wie Diskussionen konstruktiv verlaufen können. ① Zuhören statt Besserwissen ② Verstehen statt Lästern ③ Die richtigen Fragen stellen und Die richtigen Antworten finden.

Mein Vorurteil ist, dass diese Diskussionen selten konstruktiv sind und nur zu mehr Zwiespalt führen. Heute habe ich jedoch einen Text gelesen, der von dem Gegenteil berichtet. Die Vorgeschichte steht im Falter aus Österreich: Boris wollte mich verbrennen. Ein Journalist spricht mit einem Mann, der bei Facebook seinen Mord gewünscht hat. Später im Artikel erzählt Boris, dass er von Verwandten und Kollegen Rückmeldung bekommen hat. Das habe ihm die Augen geöffnet.

Die Geschichte geht weiter. Für einen Jahresrückblick hat Florian Klenk bei Boris nachgefragt, was sich in seinem Leben geändert hat. Seine Antwort ist beeindruckend und macht Hoffnung (Warnung: Quelle bei Facebook).

Ich nutze nach wie vor Facebook, Youtube und andere Medien im Internet.

Ich habe jedoch ganz bewusst versucht, Filterblasen und Echokammern nicht nur zu vermeiden, sondern bestehende aktiv zu durchbrechen und das ist einfacher als man denkt.

Ich habe viele meiner "Gefällt mir" und Abonnements auf Facebook entfernt und statt dessen versucht eine ausgewogenere Infrastruktur an News-Quellen zu aufzubauen.

Es ist erstaunlich, wie sich das eigene Weltbild verändert wenn man nicht nur Strache, Unzensuriert.at und Wochenblick abonniert hat, sondern Personen aus anderen Richtungen mit in seine Informationsquellen aufnimmt.

Ich habe Leute wie Christian Kern, Armin Wolf, Sebastian Kurz und nicht zuletzt Sie, Hr. Klenk zu meinen Abos hinzugefügt. Schlagartig verändert sich das Spektrum an Nachrichten welche man von Facebook aufgetischt bekommt.

Und glauben Sie mir - man startet entspannter und mit einem positiveren Gefühl in jeden Tag wenn das erste was man beim morgendlichen Kaffee liest nicht von vergewaltigenden Migranten handelt sondern zB von der Solidarität und Hilfe gegenüber Leuten die bestens integriert sind und nun unverständlicherweise doch abgeschoben werden sollen.

Ich kann nur jedem empfehlen das gleiche zu tun. Wer nur in eine Richtung abonniert und "liked", der bildet sich keine Meinung - er übernimmt die Meinung anderer.

Es würde mich freuen wenn dieses Statement genauso viele Leute erreicht wie der ursprüngliche Artikel über mein "Hass-Posting". Hätte ich damals gewusst was ich heute über die Filtermechaniken der sozialen Medien weiß, wäre es nie soweit gekommen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Mitmenschen frohe Weihnachten und einen positiven Start ins neue Jahr. Mit mehr Miteinander und weniger Gegeneinander, denn das bringt niemanden weiter.

Zwei Dinge lerne ich aus dieser Geschichte. Erstens: Schweigen ist blöd. Sollte ich von einer vertrauten Person solch eine Aussage hören, möchte ich ihn liebevoll aber in aller Klarheit zurechtweisen. Zweitens: Diskussionen werden nicht gewonnen oder gekämpft. Versuche ernsthaft dein Gegenüber zu verstehen und dich verständlich zu erklären.

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Start in die kommenden Feiertage. Und ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest.

Handwriting – Dezember Challenge

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Ja, ich weiß. Meine 30 Tage Herausforderungen sind seit ein bisschen eingeschlafen. Die coole Eigenschaft an diesem Konzept ist jedoch, dass diese Herausforderungen nur 30 Tage lang sind; über die Zeit zwischen den Herausforderungen wird keine Aussage getroffen.

In den letzten Wochen ist mir eine Fähigkeit aufgefallen, der ich mehr Zeit widmen könnte: meine Handschrift. Viele meiner Notizen schreibe ich mit Stift und Papier; und es werden immer mehr. Meine Schrift ist meist lesbar, gelegentlich ansehnlich und selten unsauber; sie ist nicht optimal. Diesen Dezember nehme ich mir vor, meine Handschrift zu trainieren – das Ziel: die Typografie meiner Handschriften zu verbessern.

Handschrift, eine Abgrenzung

Es geht mir nicht um eine Schönschrift. Kalligrafie, Lettering und ähnliche Methoden sind toll, aber für mich nicht praktisch. Verschiedene Anleitungen habe ich mir angeschaut und wünschte mir diese Techniken zu beherrschen. Allerdings suche ich kein weiteres Hobby, sondern einen Weg, meine Notizen ansprechender zu gestalten.

Ich gestalte keine Karten, Dekorationen oder Liebesbriefe. Ich notiere Mitschriften bei verschiedensten Anlässen. Meist schreibe ich nicht auf einer geeigneten Oberfläche, sondern auf meinem Oberschenkel. Im Sitzen oder Liegen; auf einem Biertisch, im Bett, auf dem Sofa oder dem Boden. Zudem möchte ich nicht mehr als ein Stift mit mir herumtragen.

Inhalte, womit ich mich beschäftigen möchte

Haltung

In zwei Anleitungen für bessere Handschriften habe ich einen ähnlichen Tipp gelesen: Schreibe mit dem Arm, nicht mit der Hand. (Vorsicht, diese Aussage ist stark verkürzt und vereinfacht.) Ausführlichere Beschreibungen gibt es bei Paper Penalia und im Bullet Journal Blog.

Variationen

Immer wieder wünsche ich mir, in meinen Aufschrieben Worte betonen oder hervorheben zu können. Digital ist das einfach, aber schnell eine schöne kursive Handschrift anzuwenden ist mir nicht gelungen. Deswegen möchte ich im Dezember mit ein paar Stilmitteln spielen, wie unterschiedlichen x-Höhen, den Abständen zwischen den Zeilen oder zwischen einzelnen Wörtern und Buchstaben. Natürlich macht es auch einen Unterschied, ob ich ausschließlich in Versalien schreibe oder nicht.

Sketchnotes

Auf dem Barcamp in Lübeck habe ich die Session Sketchnotes for Beginners besucht. Bisher habe ich mich nicht so richtig an diese Form der Notizen getraut und das aus zwei Gründen: ① Vertraue ich meinen grafischen Fertigkeiten nicht. ② Ich befürchte nicht alle für mich wichtigen Punkte in der gegebenen Zeit festhalten zu können. Beides Punkte, die bei Licht betrachtet nicht besonders haltbar sind. Ansich möchte ich diese Fähigkeit gerne erwerben. Wichtigter Leitgedanke von Mike Rohde dazu: Sketchnotes is about ideas and not art.

Schreibwerkzeug

Vor dem Beginn dieser Challenge habe ich mir einen Steckminen-Kugelschreiber aus FSC-zertifiziertem Holz gekauft. Der ist schön schlicht und schreibt bisher gut. Zusätzlich möchte ich im Laufe des Monats noch weitere Schreib-Utensilien austesten. Fineliner, Filzstifte, Holzstifte, Wachsmalstifte

Ausblick, mein Gefühl am Anfang

Ich freue mich darauf, diesen Monat einen großen Fokus auf meine Handschrift zu legen. Jedoch glaube ich, dass ich über die lange Pause verlernt habe, mir ordentliche Herausforderungen aufzuerlegen. Diese hier ist nicht besonders klar formuliert.

Das Barcamp Hamburg 2016

Am bei Plasisent veröffentlicht.

Wie Anfang Juli nach dem Barcamp Rhein-Necker 2016 geplant, nahm ich Mitte November am zehnten Barcamp Hamburg teil. Das ist ein ziemlich großes Barcamp mit über 100 Sessions jeden Tag. Die Größe hat mich ziemlich beeindruckt. Vielen Dank an das Orga-Team, das dieses tolle Barcamp in Hamburg organisiert hat. Es ist eine geniale Leistung und nicht selbstverständlich. Ein ganz herzlicher Dank gilt auch allen Sponsoren, ohne die dieses Barcamp nicht möglich gewesen wäre.

Es wurden viele spannende Sessions angeboten. Natürlich konnte ich nicht alle Sessions besuchen, die mich interessiert hätten. Meine Auswahl wurde eine bunte Mischung von politischen und technischen Themen.

Eindrücke von anderen

Mit Kindern zum Barcamp? Jo. Mit dem Fazit: Wenn Sie mal so eine Veranstaltung in Ihrer Nähe haben – einfach mal probieren, es könnte gut sein. Das Barcamp Hamburg 2016 aus Sicht von Martin Thielecke. Er schreibt etwas zur Essens-Thematik, die ich etwas anders sehe als er. Und er hat ganz andere Sessions besucht als ich, da wird die Vielfalt des Barcamps deutlich. Für Anja Gros war das bchh16 ihr erstes Barcamp. Sie hat tolle Sketchnotes gezeichnet und eine Verlosung für ihre Zeichnungen initiiert.

bchh16-Sessions am

  1. Relaunch von Webseiten
  2. Netzpolitik und die Hamburgische Bürgerschaft
  3. Neuerungen bei Typo3 7 und Typo3 8
  4. Explorative Datenanalyse mit R
  5. Altersvorsorge „leicht“ gemacht
  6. Make Germany Think Again

Relaunch von Webseiten

Die erste Session dieses Barcamps, habe ich mir nicht ausgesucht. Ich hatte mich für die Session über Die Trump-Methode interessiert. Deren Raum war jedoch völlig überfüllt, sodass wir in der Session zum Relaunch von Webseiten landeten. Da ich mich selbst schon mit dem Thema beschäftigte, waren mir einige Anregungen nicht neu. Wichtig: URLs sollten nie verschwinden! Andere Tipps irritierten mich jedoch. Der Redner ist der Ansicht, dass ein Seiten-Betreiber aktiv Seiten löschen sollte. Aber Inhalte aus dem Internet löschen finde ich gar nicht gut.

Netzpolitik und die Hamburgische Bürgerschaft

Im zweiten Session-Slot haben Hansjörg Schmidt (SPD) und Lars Brücher (Grüne) über Netzpolitik und ihre Arbeit in der Hamburgischen Bürgerschaft aufgeklärt. Es betrübte mich ein wenig zu hören, dass engagierten Freiwilligen (z.B. von Freifunk Hambg) der Wind aus den Segeln genommen wird; häufig durch große Hürden in der Bürokratie.

Neuerungen bei Typo3 7 und Typo3 8

Nach dem sehr leckeren Mittagessen besuchte ich aus persönlicher und beruflicher Neugier die Session zun den Neuerungen bei Typo3 7 und Typo3 8. Typo3 ist ein Content-Management-System, vor dem ich großen Respekt habe. Die Möglichkeiten sind vielfältig und die Komplexität enorm. Es sind tolle Funktionen, die in den neuen Typo3-Versionen eingeführt wurden und ich freue mich auf die kommenden Änderungen.

Explorative Datenanalyse mit R

Um 15 Uhr fanden gleich mehrere Sessions statt, die ich gerne gesehen hätte. Kurz vorher habe ich mich für das nerdigste Thema entschieden: Explorative Datenanalyse mit R. R ist eine Programmiersprache, die einen wissenschaftlichen Hintergrund hat. Sie wird oft genutzt um Daten auszuwerten und zu visualiseren. Bei wenigen Gelegenheiten habe ich mir dieses spannende Projekt schon angeschaut, aber nie länger als einen Nachmittag oder Abend.

Altersvorsorge „leicht“ gemacht

Vielleicht werde ich es nutzen um meine Ein- und Ausgaben zu visualiseren. Dazu passte die nächste Session zur Altersvorsorge. Viel habe ich nicht davon mitgenommen. Dafür den Gedankenanstoß, dass ich mir gut überlegen muss, wie viel Zeit ich in dieses Thema investieren möchte. Die Zeit jetzt bekomme ich nicht wieder und die meisten Modelle der Altersvorsorge haben sich als ungenügend herausgestellt. (Ich lasse mich jedoch gerne eines besseren belehren.)

Make Germany Think Again

Zum Abschluss beteiligte ich mich an einer Diskussionsrunde mit dem Titel Make Germany Think Again, die John Heaven gut moderierte. Diese lieferte mir ein paar Gedankenanstöße, die ich in Tweets gegossen habe.

Wenn ich frage, "Wie sage ich anderen, dass das, was sie denken, falsch ist", dann bin ich schon längst auf dem Holzweg.
Gørd zu Elbblick (@elbblick) 11. November 2016

Bremst uns die Angst, in einer Diskussion die Meinung des anderen anzunehmen? Sind wir so wackelig?
Kai Obermüller (@Kai_Obi) 11. November 2016

Meine Gedanken: Wir sollten lernen ein Gespräch zu führen, ohne den anderen unbedingt überzeugen zu müssen. Lieber verstehen lernen. Als großes Problem empfinde ich Gruppen-Zugehörigkeit durch gemeinsame Ablehnung. Betrifft übrigens auch Aussagen wie wir sind fortschrittlich und liberal, andere sind erzkonservativ.

Die gemeinsame Abendveranstaltung mit dem beliebten Quiz besuchte ich nicht. Stattdessen habe ich den Nathan vom Bahnhof abgeholt.

bchh16-Sessions am

  1. Story Telling Tree
  2. 20 Jahre Internet – Opas erzählen vom Krieg
  3. Diskussion: Populismus aushebeln
  4. Außerparteiliches politisches Engagement
  5. Die Freiwilligen-Survey 2015
  6. Study Group: PageRank

Story Telling Tree

Mit dem Story Telling Tree haben wir gelernt, wie ein Unternehmen seine Kommunikation aufbauen kann. Dabei standen die Wurzeln des Baumes für die Struktur des Unternehmens, der Stamm für die Werte, ein Ast für eine Story und die Blätter an einem Ast für die verschiedenen Kanäle in denen eine Story verbreitet werden.

20 Jahre Internet – Opas erzählen vom Krieg

In der zweiten Session erzählten mthie und Frank von den Anfängen des Internets und des World Wide Webs. Guten Chat hatten sie schon lange mit IRC und Web-Design bestand aus Tabellen und Frames. Letzteres kann grußeliger Weise auf der aktuellen Website des deutschen Lehrerverbandes exemplarisch betrachtet werden. Ich selbst bin eigentlich ins Web gekommen, nachdem die meisten früheren Systeme schon kaum mehr verwendet wurden. Und doch – das macht mich ein wenig stolz – konnte ich mit den meisten Begriffen etwas anfangen; auch wenn ich nicht alles genutzt habe.

Diskussion: Populismus aushebeln

Ingo Sauer leitete durch die Diskussionsrunde Populismus aushebeln. Nathan hat in einem Pad Notizen gemacht, die ich hier nicht zusammenfassen werde. Soweit jedoch: Wir müssen weiter darüber nachdenken.

Außerparteiliches politisches Engagement

In der folgenden Session Außerparteiliches politisches Engagement, erzählten verschiedene Personen, welche Methoden der politischen Beteiligung möglich sind. Dazu ein paar Stichpunkte: Politik in der Partei ist anstrengend; Politik in Hamburg ist ein Dorf, wenn du jemanden kennst, kannst du etwas verändern; stelle Fragen bei Abgeordnetenwatch oder direkt in öffentlichen Sitzungen; für eine Bürger-Initiative brauchst du nicht viel Leute (5-10 genügen), aber viel Zeit und Ehrgeiz.

Die Freiwilligen-Survey 2015

Frank Nägler engagiert sich seit über zwei Jahrzehnten beim Roten Kreuz. Er kennt sich aus mit Ehrenamt und hat etwas über die Freiwilligen-Survey 2015 erzählt. In Deutschland gibt es eine hohe Bereitschaft sich ehrenamtlich zu engagieren, aber nur wenig Zeit und nur ungenügende Verbindlichkeit. Die Frage im Raum: Wie können Menschen motiviert werden, sich ehrenamtlich zu engagieren? Meine Frage: Welche Verbindlichkeit kann erwartet werden?

Study Group: PageRank

Vor der Abschluss-Veranstaltung erklärte ein Physik-Student (glaube ich), das mathematische Prinzip und Problem hinter dem PageRank von Google. Das war spannend und tatsächlich konnte ich seinen Erklärungen folgen.

Sponsoren des Barcamps

Vielen Dank an alle Sponsoren, die das zehnte Barcamp Hamburg durch Geld- oder Sach-Spenden möglich gemacht haben.

Gold-Sponsoren

Otto, Bertelsmann, Tchibo, Sky, Cassini, undpaul

Silber-Sponsoren

Xcel Media, Qudosoft, monday IT Consulting, Akra, hmmh

Weitere Sponsoren und Partner

Bronze-Sponsoren: eventures, Shipcloud, Social Media OWL Sach-Sponsoren: Darboven, Red Bull, Carlsberg Partner: Otto Group, Sebastian Esser, Vivian Pein Consulting, Malte Klauck (Hamburg fotografiert), Andri Jürgensen Rechtsanwälte – Kanzlei für Kunst Kultur & Medien

Das nächste Barcamp?

Und nach dem bchh16? Ich schreibe diese Zeile auf dem ersten Barcamp in Lübeck. Fortsetzung folgt.


Vorher erschienene Artikel

  1. Trump – President of the United States
  2. Liebster Award
  3. Bash: Die `CDPATH` Environment Variable
  4. Selbstmittleid
  5. Festgelegt auf eine neue Frisur

    Ich rasierte mir den Kopf und kündigte dies mit dem Commitment-Verfahren an. Haare und Kryptografie, keine gewöhnliche Kombination.
  6. Dealing With Words

    Immer wieder wird mir bewusst, was Worte anrichten können. Damit umzugehen ist nicht leicht.
  7. Resümee zum Barcamp Rhein-Neckar 2016

    Mein Rückblick auf das Barcamp Rhein-Neckar. Das erste Barcamp, an dem ich teilgenommen habe.
  8. Blogware – die andere Wiese ist immer grüner